Feb 032011
 
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FRANKFURT (Dow Jones)–Der Euro kommt am Donnerstagnachmittag kräftig unter Druck. Mit dem Beginn des Kommentars vom Präsidenten der Europäischen Zentralbank (EZB), Jean-Claude Trichet, setzte der Sinkflug in der Gemeinschaftswährung ein.

„In den letzten Tagen hatte sich eine Erwartungshaltung aufgebaut, dass Trichet etwas zur Zinswende sagen wird“, sagte ein Händler.

Einige Marktteilnehmer waren bereits davon ausgegangen, dass es eine erste Zinsanhebung schon im frühen Herbst geben könne. Dies wurde auch an den Zinsmärkten bereits eingepreist. In dem Kommentar im Anschluss an die EZB-Sitzung sagte Trichet allerdings gar nichts zu einer möglichen Zinsanhebung. Damit kamen größere Euro-Beträge an den Markt, die verkauft werden wollten.

Der EZB-Präsident hat seine Inflationsrhetorik bei der Erläuterung des aktuellen Leitzinsbeschlusses nicht geändert. Es sei weiterhin ein kurzfristig erhöhter Aufwärtsdruck auf die Gesamtinflation zu beobachten, dies ändere aber nichts an der Einschätzung des Rats, dass die Preisstabilität mittelfristig gewährleistet bleibe. Auf Nachfrage sagte Trichet, die Inflationseinschätzung des EZB-Rats sei bei den aktuellen Beratungen „sehr nah“ an jener der vorherigen Sitzung gewesen.

Gute Nachrichten gab es am Nachmittag aus den USA. Die Zahl der Erstanträge auf Leistungen der Arbeitslosenversicherung ist stärker gefallen als erwartet. Auf saisonbereinigter Basis konnte ein Rückgang um 42.000 verzeichnet werden, von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten lediglich einen Rückgang um 31.000 vorhergesagt. „Damit mehren sich die Hinweise, dass der Arbeitsmarkt langsam in Schwung kommt“, sagte ein Händler.

Positiv überraschte zudem der ISM-Index für den Service-Bereich, der im Januar auf 59,4 nach 57,1 im Dezember sprang. Die wichtige Beschäftigungskomponente überzeugte mit einem Plus auf 54,5 nach 52,6 Indexpunkten. Gut fiel auch der Auftragseingang langlebiger Güter aus, da er mit leichtem Plus anstelle eines Minus aufwarten konnte und sogar der Vormonat November nach oben revidiert wurde.

Die Feinunze Gold notiert zum Nachmittag-Fixing in London bei 1.328 USD, nachdem sie am Vormittag in mit 1.332,50 USD festgestellt wurde.

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              (17.10)     (13.00)     (7.52)
EUR/USD       1,3622      1,3759      1,3799
USD/JPY        81,63       81,67       81,63
EUR/JPY       111.20      112,44      112,65
EUR/GBP       0,8445      0,8485      0,8523
EUR/CHF       1,2930      1,2993      1,2979
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DJG/thl/reh/voi

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