Dez 282010
 

NEW YORK (Dow Jones)–Uneinheitlich haben die Aktienkurse an Wall Street am Dienstag geschlossen. Im frühen Handel hatten enttäuschende Daten zum Verbrauchervertrauen in den USA enttäuscht. Im weiteren Verlauf konnten sich die Aktien mit den nachgebenden Anleihemärkten leicht erholen. Die Umsätze seien noch geringer gewesen als am Montag, berichteten Händler. In den Tagen bis Silvester dürfte das Geschäft noch mehr abnehmen.

Der Dow-Jones-Index für 30 Industriewerte (DJIA) gewann 0,2% bzw 21 Punkte auf 11.576. Der S&P-500 stieg um 0,1% oder 1 Punkt auf 1.259. Der Nasdaq-Composite verlor 0,2% bzw 4 Punkte auf 2.663. Das Umsatzvolumen war mit 0,56 (Montag: 0,47) Mrd Aktien abermals sehr dünn. Kursgewinne verzeichneten 1.440 Titel, während 1.543 Verlierer gezählt wurden und 119 Werte unverändert schlossen.

Der vom Wirtschaftsinstitut Conference Board ermittelte Index für das Verbrauchervertrauen sank im Dezember auf 52,5. Ökonomen hatten einen Anstieg auf 57,0 erwartet, nachdem im November ein Indexstand von 54,3 ermittelt worden war. Leicht enttäuschend fiel auch der Case-Shiller-Haupreisindex für Oktober aus. Der auf Daten aus 20 Städten basierende Index fiel im Vergleich zum Vorjahr um 0,8%; prognostiziert war ein Minus von 0,6%.

Das schwache Verbrauchervertrauen sei vor allem der Angst um die Arbeitsplätze geschuldet, sagen Beobachter, die von einem „Ausreißer“ sprechen. Daten aus dem Einzelhandel hätten gezeigt, dass die US-Bürger im Dezember mehr eingekauft hätten als im Vorjahr. Auch die übrige Datenlage zeichne ein tendenziell etwas besseres Bild der US-Wirtschaft.

Im Späthandel unterstützte eine Auktion fünfjähriger Notes den Aktienmarkt. Sie stieß auf nur mäßiges Interesse und brachte die Renditen der Anleihen nach oben.

Rohstoffnahe Aktien, die am Montag unter der chinesischen Zinserhöhung gelitten hatten, erholten sich leicht. Alcoa stiegen um 0,1% auf 15,25 USD. Newmont Mining gewannen 2,4% auf 61,55 USD. Zu den am stärksten gesuchten Titeln gehörten Ölwerte, die vom steigenden Ölpreis nach oben gezogen wurden. Chevron steigerten sich um 1,2% auf 91,19 USD. Hier stützten auch Aussagen eines Repräsentanten des Contra Costa County, wonach die Chevron-Raffinerie in Richmond ungeachtet einer kalifornischen Auflage weiter betrieben wird.

Im Technologiesektor setzten Cisco ihren Anstieg vom Vortag fort und legen um 0,9% auf 20,35 USD zu. Ursächlich sei abermals ein positiver Artikel in der jüngsten Ausgabe von „Barron’s“, hieß es. Zu den Stützen des DJIA gehörten ferner Hewlett-Packard (+1% auf 42,25 USD) und Bank of America (+0,5% auf 13,34 USD).

Gesucht waren auch die Aktien des erst kürzlich an die Börse zurückgekehrten Automobilkonzerns General Motors (GM), nachdem sich einige Analysten optimistisch zu den Ertragsaussichten des Unternehmens geäußert hatten. GM gewannen 2,1% auf 35,32 USD.

Johnson & Johnson (+0,2% auf 62,05 USD) zeigten sich unbelastet davon, dass das Unternehmen laut einem Medienbericht Schmerzmittel-Studien eingestellt hat, die es gemeinsam mit AstraZeneca betrieben hatte. Hintergrund waren Befürchtungen, dass die betreffenden Medikamente das Risiko von Gelenkschäden erhöhen könnten.
DJG/DJN/raz

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