Dez 212010
 

TOKIO (Dow Jones)–Im Einklang mit den übrigen ostasiatischen Handelsplätzen hat die Börse in Tokio am Dienstag Aufschläge verzeichnet und letztlich fest geschlossen. Im Handel war von Erleichterung hinsichtlich der nachlassenden Spannungen auf der koreanischen Halbinsel die Rede. Der Nikkei-225 gewann bei mäßigen Umsätzen 1,5% oder 154 Punkte auf 10.371. Der breiter aufgestellte Topix legte um 0,9% bzw 8 Zähler auf 906 zu. 31 von 33 Sektoren schlossen im Plus.

Das Ausbleiben einer befürchteten militärischen Antwort durch Nordkorea auf die Schieß- und Gefechtsübungen des Südens nahe der gemeinsamen Seegrenze habe die Kurse der Region gestützt, hieß es. Zudem legte der Euro zum Yen zu. Der chinesische Vizepremierminister Wang Qishan hatte den Europäern Unterstützung in ihren Bemühungen zur Stabilisierung der globalen Märkte im Zuge der europäischen Schuldenkrise zugesagt. „Die nachlassenden Sorgen hinsichtlich der europäischen Schuldenkrise haben zu Aktienkäufen geführt“, Sagte Analyst Hisatsune Kobayashi von Nikko Cordial Securities.

Die Marktreaktion auf die Zinsentscheidung der Bank of Japan (BoJ) fiel dagegen verhalten aus. Die BoJ hat ihren Leitzins wie erwartet nicht verändert und hält an der insgesamt extrem lockeren Geldpolitik fest. Der geldpolitische Schlüsselsatz bleibt auf Niveau von 0,00% bis 0,10%.

Werte mit hoher Sensitivität zu Euro-Märkten profitierten von der Aufwertung der Gemeinschaftswährung. Canon kletterten um 1,6% auf 4.185 JPY und Nikon um 2,8% auf 1.670 JPY. Sony wurden zusätzlich gestützt von der Ankündigung, im nächsten Geschäftsjahr mehr Fernseher absetzen zu wollen. Anleger bescherten den Titeln ein Plus von 2,7% auf 3.010 JPY. Murata Manufacturing fügten 4,4% auf 5.660 JPY hinzu, nachdem der in Osaka gelistete Wert ein neues Jahreshoch markiert hatte. Händler sprachen von Hoffnungen hinsichtlich eines verbesserten Absatzes von Multifunktionsmobiltelefonen. Kirin Holdings gewannen 0,7% auf 1.171 JPY, obwohl das Unternehmen seine Gewinnprognose deutlich gesenkt hatte. Laut Marktteilnehmern war dies aber erwartet worden.

Fuji Heavy industries legten um 0,6% auf 651 JPY zu. Der Hersteller von Automobilen der Marke „Subaru“ plant laut Medienberichten eine Partnerschaft mit Chery Automobile in China. Funai Electric verloren dagegen 3,5% auf 2.930 JPY und gehörten damit zu den schwächsten Titeln. Hier belastete ein negativer Analystenausblick von Morgan Stanley MUFG Securities.

Sorry, the comment form is closed at this time.