Dez 172010
 

NEW YORK (Dow Jones)–Die Wall Street hat am Donnerstag etwas fester und erneut auf einem Zweijahreshoch geschlossen. An den US-Börsen setzte sich im Zuge überwiegend positiver Konjunkturdaten und eines erhöhten Ausblicks von FedEx bis zum Mittag (Ortszeit) eine positive Tendenz durch, im späten Geschäft bewegten sich die Kurse weitgehend seitwärts. (Foto: Schneider)
Der Dow-Jones-Index der 30 Industriewerte kletterte um 0,4% oder 42 auf 11.499 Punkte. Der S&P-500 stieg um 0,6% bzw 8 auf 1.243 Zähler und der Nasdaq-Composite-Index rückte um 0,8% oder 20 auf 2.637 Stellen vor. An der New York Stock Exchange kamen auf 2.053 Kursgewinner 971 Verlierer. 81 Aktien schlossen unverändert. Das Umsatzvolumen lag bei 1,01 (Mittwoch: 1,10) Mrd Aktien.

„Anleger fassen mehr Vertrauen in die konjunkturelle Entwicklung der USA“, bilanzierte Händler Jesse Cole von Merlin Securities den Kranz an Wirtschaftsdaten. So ist die Zahl der Erstanträge auf Leistungen der Arbeitslosenversicherung leicht gefallen, während Volkswirte einen kleinen Anstieg erwartet hatten. „Die Erstanträge weisen seit zwei Monaten einen Aufwärtstrend auf, was darauf hindeutet, dass die Erholung sich verfestigt“, ergänzte ein weiterer Marktteilnehmer. Der von der Federal Reserve Bank of Philadelphia berechnete Index für die Wirtschaftstätigkeit in der Region ist im Dezember zudem auf 24,3 gestiegen. Befragte Volkswirte hatten einen Indexstand von lediglich 18,0 erwartet.

Positiv wurde auch das gestiegene Leistungsbilanzdefizit im dritten Quartal aufgenommen. Der Fehlbetrag gehe auf das Konto steigender Importe, was wiederum ein klares Signal für einen anziehenden Konsum sei, erläuterte ein Marktstratege. Keine klaren Signale kamen dagegen vom Immobilienmarkt. Die Baubeginne haben sich im November leicht erhöht, die Baugenehmigungen dagegen etwas abgeschwächt. „Bei beiden Größen handelt es sich um fast bedeutungslose Schwankungen auf extrem niedrigen Niveaus. Ein Aufwärtstrend ist weit und breit nicht zu sehen“, kommentierte ein Volkswirt.

Unternehmensseitig standen die Papiere des Logistikdienstleisters FedEx im Blick. Das Unternehmen hat im zweiten Quartal trotz eines höheren Umsatzes unter dem Strich einen Ergebniseinbruch von 18% verbucht. Das Unternehmen machte hierfür Restrukturierungskosten sowie Rückstellungen für einen Rechtsstreit verantwortlich. Da der Logistiker seine Prognose für das Geschäftsjahr 2010/11 anhob, stieg die Aktie um 2% auf 94,22 USD. „Am Morgen lieferte FedEx noch die Negativschlagzeile des Tages, doch dann änderte sich die Sicht auf das Zahlenwerk“, sagte ein Händler.

Oracle drehten im Vorfeld der Quartalszahlen, die nach Börsenschluss erwartet werden, ins Minus und gaben 0,7% auf 30,27 USD ab. Marktteilnehmer erwarteten gute Ergebnisse. Deutliche Einbrüche verzeichneten die Aktien von Kreditkartenanbietern. Visa brachen um 13% auf 67,19 USD und MasterCard um 10% auf 223,49 USD ein. American Express sanken als Schlusslicht im Dow um 3,4% auf 44,57 USD. Die US-Notenbank plant eine Begrenzung bestimmter Transaktionsgebühren. Sciclone verloren 6% auf 3,75 USD. Das Unternehmen hat für sein neues Hepatitis-C-Präparat lediglich gemischte Testergebnisse vorweisen können. Das Unternehmen wird daher die Erforschung des Wirkstoffs für die Behandlung chronischer Formen der Infektion einstellen.

Nasdaq OMX zogen um 4,1% auf 23,46 USD an. Der Börsenbetreiber will von der Börse in Dubai 22,8 Mio eigene Aktien für etwa 497 Mio USD zurückkaufen. Dies entspricht einem Unternehmensanteil von rund 11,5%. Nach Veröffentlichung von Zweitquartalszahlen stiegen General Mills um 0,6% auf 36,59 USD, während Pier 1 Imports nach Bekanntgabe von Drittquartalszahlen um 2,3% auf 10,14 USD nachgaben.

DJG/DJN/flf

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