Dez 162010
 

16.12.2010 18:08
DEVISEN/Euro verliert etwas an Boden zum Dollar

DJ DEVISEN/Euro verliert etwas an Boden zum Dollar

FRANKFURT(Dow Jones)–Der Euro verliert am Donnerstagnachmittag zum Dollar wieder etwas an Boden. Händler begründen dies mit den mehrheitlich guten US-Konjunkturdaten. Hier sticht der Index der Federal Reserve Bank von Philadelphia hervor, der im Dezember auf 24,3 Punkte gestiegen ist und damit den höchsten Wert seit April 2005 markiert hat. „Angesichts der zuletzt besseren US-Daten ist dies ein weiteres Indiz, dass die Konjunktur Fahrt aufnimmt“, meint ein Volkswirt.

Auch die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenversicherung, die leicht gefallen ist, während Volkswirte einen kleinen Anstieg erwartet hatten, signalisiert eine konjunkturelle Erholung. „Die Erstanträge weisen seit zwei Monaten einen Aufwärtstrend auf, was darauf hindeutet, das die Erholung sich verfestigt“, meint ein Händler.

Keine klaren Signale gibt es dagegen vom Immobilienmarkt. Die Baubeginne haben sich im November leicht erhöht, die Baugenehmigungen dagegen etwas abgeschwächt. „Bei beiden Größen handelt es sich um fast bedeutungslose Schwankungen auf extrem niedrigen Niveaus. Ein Aufwärtstrend ist weit und breit nicht zu sehen“, meint ein Volkswirt.

Eine Auktion spanischer Staatsanleihen am Vormittag hat den Devisenmarkt nicht sonderlich beeinflusst. Ein Kreditanalyst spricht von einer „soliden Nachfrage“. Während die Nachfrage nach zehnjährigen Schuldtiteln etwas geringer ausgefallen ist, hat sie sich bei 15-jährigen Titeln verbessert. Allerdings ist die Rendite gegenüber der vorherigen Auktion deutlich angestiegen.

Die Blicke richten sich nun auf den EU-Gipfel der Staats- und Regierungschefs in Brüssel. Hier stehen die schwelenden Schuldenkrise in der Eurozone und die Frage, wie die Währungsunion stabilisiert werden kann, im Zentrum. Optionen, die möglicherweise zur Sprache kommen, umfassen eine Ausweitung des EU-Rettungsschirms. Diskutiert werden könnte auch die Emission von Eurobonds. Bislang stellt sich Deutschland allerdings gegen eine solche Maßnahme, da dies zu einer Verteuerung der Refinanzierungskosten führen würde.

Die Feinunze Gold wurde am Vormittag in London mit 1.384,00 USD festgestellt, zum Nachmittags-Fixing dann mit 1.363 USD. Marktteilnehmer sprechen von Gewinnmitnahmen im Vorfeld des näher rückenden Jahresendes. Es fehlten im Moment einfach positive Nachrichten, um den Kurs des Edelmetalls weiter nach oben zu treiben.

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Europa Europa Europa
(17.25) (12.46) (7.53)
EUR/USD 1,3204 1,3239 1,3226
USD/JPY 84,38 84,05 84,26
EUR/JPY 111,36 111,29 111,44
EUR/GBP 0,8464 0,8480 0,8498
EUR/CHF 1,2813 1,2839 1,2782
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DJG/mif/gei

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December 16, 2010 11:37 ET (16:37 GMT)

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