Dez 152010
 

FRANKFURT (Dow Jones)–Der Euro steht beim Übergang in den europäisch geprägten Handel am Mittwochmorgen unter Abgabedruck gegen den Dollar. Händler begründen die Schwäche mit der Federal Reserve und der Ankündigung von Moody’s, die Kreditwürdigkeit Spaniens auf eine mögliche Herabstufung zu überprüfen.
Die US-Notenbank hat am Vorabend wie erwartet ihre Pläne zum laufenden Anleiheankaufprogramm bestätigt. Es gibt keine Hinweise dafür, dass die Fed trotz zuletzt insgesamt besser als erwartet ausgefallener Konjunkturprogramm Abstriche beim Volumen von 600 Mrd USD machen wird. Die Ankündigung führte zu Abgabedruck an den Anleihemärkten, da die Anleger davon ausgehen, dass sich das US-Wachstum in den kommenden Monaten weiter beschleunigen wird.

Das führt laut Angaben aus dem Handel vermehrt zu Umschichtungen aus Bonds in andere Asset-Klassen. Die Rendite für zehnjährige US-Anleihen stieg daraufhin fast bis auf 3,50%, ist seitdem aber wieder etwas zurückgekommen. Nichtsdestotrotz stütze die Versteilerung der Zinsstrukturkurve den Greenback.

Daneben hat Moody’s die Anleger wieder an die Schuldenkrise in der Eurozone erinnert. Als Gründe für eine mögliche Herabstufung Spaniens nannte die Agentur am Mittwoch unter anderem den hohen Refinanzierungsbedarf im Jahr 2011, die Risiken bei der Rekapitalisierung der Banken und die Unsicherheiten bei der Sanierung der Staatsfinanzen.

An Konjunkturdaten werden am Nachmittag aus den USA unter anderem die Verbraucherpreise für November, der Empire State Manufacturing Index sowie Daten zur Industrieproduktion veröffentlicht. Charttechnisch nennt die Helaba für den Berichtstag eine Handelsspanne im Euro/Dollar-Paar zwischen 1,3266 und 1,3440 USD.

Die Feinunze Gold kostet am Morgen 1.389,27 USD nach einem Londoner Nachmittag-Fixing mit 1.394,50 USD am Vortag.

Sorry, the comment form is closed at this time.